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Taufe

 

Unsere Tauftorte

Unsere Tauftorte

Nervös tapseln wir durch die Wohnung. Wird es die Taufpatin rechtzeitig schaffen? Für die knapp 100 Kilometer bleiben ihr noch 55 Minuten. Ein Almabtrieb im Tiroler Unterland ist der Grund für diese unglaublich knappe Anreise.

Wir ziehen uns inzwischen um und fahren los. Die Torten für die Feier nach der Taufe habe ich bereits am Vormittag abgeholt. Die Kühe waren zu diesem Zeitpunkt wohl noch auf Ihrer Alm und kein mobiles Verkehrshinderniss. Es ist noch viel zu tun in der kommenden Stunde: Der Tisch im Lokal muss dekoriert, die Kleine behübscht und die Gäste begrüßt werden.

Wird es die Patin schaffen? Bei der Kirche angekommen, sind die ersten Freunde und Verwandten bereits da. Schnell schmücken wir den Tisch im Lokal und sehen uns noch das Taufbecken in der Kirche an. Wo soll den der Fotograf stehen? Der ist, nebenbei bemerkt, auch noch nicht da.

Fünf Minuten vor Beginn der Tauffeier sind alle Gäste da, sogar der Fotograf. Wer noch fehlt ist die Taufpatin. Dem Fotografen gebe ich noch schnell ein paar Anweisungen und es kann losgehen. Die Kleine ist natürlich schon wunderhübsch, zuckersüß und bezaubert alle Gäste, außer die Patin, die noch nicht angekommen ist.

Als letzte stehen wir mit dem Priester zu dritt vor der Kirche, als die Patin wie irr ums Eck saust. Etwas aufgelöst, müssen wir sie zuerst ein wenig beruhigen. „Alles Gut, ist sich ja leicht ausgegangen.“ Phu….

Wie schon Frl. S. etwa eine gute halbe Stunde vorher prophezeit hat: „Es wird sich sicher alles ausgehen; keine Sorge.“ An meiner Gelassenheit muss ich wohl noch ein wenig arbeiten.

Die Taufe war wunderschön. Unser kleines Fräulein hat Ihre Sache ganz, ganz gut gemacht.

Auch die Feier im Anschluss war superfein. Erst viele Stunden später ist die Gesellschaft fast zeitgleich aufgebrochen. Supernett, wenn man selbst alle kennt und sieht wie sich Freunde und Verwandte, obwohl untereinander teils unbekannt, fein unterhalten, sich nette Gespräche entwickeln und einfach eine schöne, gemütliche Atmosphäre herrscht.

Am Abend waren wir dann ordentlich müde und unser kleines Mädchen ist sofort tief eingeschlafen. Der 24. September 2011 war ein wirklich schöner und wichtiger Tag im Leben unseres kleinen Fräuleins. Danke allen, die uns geholfen und mit uns gefeiert haben.

2 Kommentare

  1. Gratuliere zu der schönen Feier und einem zauberhaften Tag. 🙂 Bestimmt werdet ihr noch oft darüber sprechen und wenn die Kleine mal etwas älter ist, dann kann die Geschichte von der wundervollen Taufe und der lässigen Familie weitergegeben werden.

    • Ja, stimmt. Das sind so Tage, die einem lange in Erinnerung bleiben. Die Bilder, die Eindrücke und in unserem Fall, die knappe Anreise 🙂

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