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Mein Strafzettel als Rechtsabbieger

Meine Organstrafverfügung

Meine Organstrafverfügung

Man wird skeptisch, wenn einem ein Polizeiauto über mehrere Abzweigungen hinweg folgt. Wenn schließlich der winkende Arm des Gesetzes aus dem Fenster zu einem Randsteingespräch ruft, fängt man an zu überlegen, ob am Auto auch wirklich alles passt.

Vor allem, wenn man ein etwas „modifiziertes“ Gefährt gekauft hat und nicht 100%-sicher sein kann, ob wirklich alle Erweiterungen den gesetzlichen Auflagen entsprechen.

Wo haben Sie den den Beilagezettel zur Zulassung? Gute Frage, muss wohl in der dicken Mappe mit den Rechnungen und dem anderen Papierkram sein. Wenn man ein Auto hat, bei dem die Erweiterungen nicht mehr auf der Zulassung Platz haben, ist Sorge berechtigt. Wenige Minuten bzw. einige gefühlte Stunden später ist der Wisch gefunden und den Amtshandelnden übergeben. Gut alles ok soweit. Es bleibt nur die Frage der Fragen:

Warum sind sie in der Straße xyz rechts abgebogen?

Wieder eine verdammt gute Frage. Mein Hirn geht alle Möglichkeiten durch:

Antwort 1: Weil ich immer dort abbiege?

Antwort 2: Keine Ahnung. Warum, darf ich das etwa nicht?

Antwort 3: Ich sage jetzt nichts mehr ohne meinen Anwalt.

Antwort 4: Weil ich nicht nach Hause gekommen wäre, wäre ich links abgebogen.

Intuitiv wähle ich Antwort Nummer 2. Bingo. Die Beamten bleiben unfreundlich, aber fair. Alle Unschuldbekundungen nutzen nichts, liegt wahrscheinlich am Regen, dass heute der Gnademodus bei den Herren der exekutiven Branche nicht starten will.

Gut, Resümee: 25 Euro und das Glück, dass im Moment des letzten Verhandelns ein echter Prolet seinen Motor aufheulen lässt und den Beamten ins Netz rast. Diese lassen spontan von mir ab, das neue Opfer scheint lukrativer zu sein.

25 Euro bezahlt, Quittung erhalten und das Wissen, wo der Zusatzzettel der Zulassung liegt und dass die übertriebenen Breitreifen ok sind.

 

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  1. Pingback: Freitagsfüller | ugiwaza

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